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Wechsel Geschäftsführung: Im Gespräch mit Alexander Bernhard und André Nowinski

Alexander Bernhard übernimmt ab 1. August die alleinige Geschäftsführung der SWAN GmbH. Sein Firmengründungs- und Geschäftsführungspartner André Nowinski verlässt nach fast zehn Jahren das Unternehmen, um sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen. Sie geben Antworten, wie es für die SWAN weitergeht, wie SWAN sich im Markt positioniert hat und ob das Ganze mit der aktuellen Pandemie-Situation zu tun hat.

1. Als alleiniger Geschäftsführer haben Sie künftig viele Aufgaben und eine hohe Verantwortung über rund 70 Mitarbeiter. Wie werden Sie das bewältigen? Wer übernimmt die Aufgaben von André Nowinski?

Alexander Bernhard (rechts im Bild):

André und ich waren die letzten Jahre bereits bei allen Vorgängen sehr eng abgestimmt und haben alle wichtigen Entscheidungen gemeinsam getroffen. Daher kommen so gut wie keine neuen Themen zu meinem Aufgabengebiet hinzu. Ich möchte das hohe Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Identifikation mit der SWAN-Vision weiter ausbauen, in dem die Team-Leads noch enger in strategische Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Zudem haben wir bereits in der Vergangenheit im Rahmen unserer Wachstumsstrategie die Weichen für eine Verbreiterung der Organisation gestellt und so konnten wir neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Projekt-Management, im Finanz-Controlling sowie im Sales und Marketing an Bord holen.

2. Vor fast zehn Jahren haben Sie die SWAN GmbH gemeinsam mit Alexander Bernhard gegründet und zu einem sehr erfolgreichen Logistik-Unternehmen aufgebaut. Was hat Sie dazu bewogen, die SWAN nun zu verlassen?

André Nowinski (links im Bild):

Die SWAN braucht mich schlichtweg nicht mehr (lacht). Spaß beiseite, die SWAN ist ein wesentlicher Teil meiner beruflichen Laufbahn und ich habe die vergangenen Jahre gern mit dem Team mit vollem Einsatz an der Zukunftsgestaltung gearbeitet, seien es unsere Projekte mit spannenden logistischen Aufgaben oder unsere innovativen Produkte, wie das 3D-Logistics Cockpit. Doch neben der Software gibt es auch meine persönliche Passion, die Automatisierungstechnik, in der ich nun wieder Fuß fasse. Noch einmal mit einem neuen jungen Unternehmen Dinge in Bewegung zu setzen und das Etablierte in Frage zu stellen, das reizt mich schon sehr.

3. Was bedeutet der Weggang für die Mitarbeiter, für Sie persönlich und für die SWAN als Unternehmen?

Alexander Bernhard:

Sowohl die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch ich wurden von der persönlichen Entscheidung durch André natürlich überrascht. Im direkten Arbeitsumfeld wird sich für die Mehrheit der Kolleginnen und Kollegen jedoch wenig verändern. Unsere Kunden-Projekte sind mit einer klaren Vision ausgestattet, die SWAN-Teams verfügen über ausgezeichnetes Fachwissen und die Organisation ist im Vergleich zu den Gründungsjahren der SWAN kaum noch personenbezogen strukturiert. Für mich persönlich bedeutet das Ausscheiden von André eine weitere Fokussierung auf die strategischen Leitungsthemen im Unternehmen und damit verbunden eine stärkere Verantwortung jedes Einzelnen, insbesondere aber des Projektmanagements. Solche Veränderungen bieten am Ende vielen Beteiligten die Möglichkeit, sich selbst in neue Aufgabenfelder einzubringen.

Und für Sie Herr Nowinski?

Ich verlasse nach neun Jahren so etwas wie eine große Familie, mit der ich gemeinsam viele Mühen bewältigt und Erfolge gefeiert habe. Das berührt mich und macht die Entscheidung nicht leicht. Doch letztlich überwiegt der Stolz, wie sich dieses Team in der Vergangenheit entwickelt hat und was es heute zu leisten im Stande ist. Ich bin mir sicher, dass wir in Zukunft noch einiges von SWAN hören werden.

4. Sie bleiben weiterhin Gesellschafter und damit eng mit SWAN verbunden? Wie sieht diese weitere Verbindung praktisch aus?


André Nowinski:

Als Gesellschafter halte ich mich aus dem operativen Geschäft komplett heraus und genieße jetzt den Blick von der anderen Seite. Wir haben hier ein hervorragend eingespieltes Team, welches die strategischen Themen führt. Wenn es Bedarf an meiner Expertise geben sollte, stehe ich natürlich uneingeschränkt beratend zur Verfügung. Ansonsten verfolge ich gespannt, wie Alexander das Unternehmen weiterentwickelt, ich glaube er hat da einige Pfeile im Köcher.

5. Der Weggang von André ausgerechnet in der Corona-Pandemie legt den Gedanken nahe, dass die Entscheidung im Kontext mit der Covid-19-Krise steht. Ist dem so? Wie steht die SWAN wirtschaftlich da?

Alexander Bernhard:

Nein, dieser Eindruck ist falsch. Wir konnten durch unseren dezentralen Organisations-Ansatz mit mehreren Unternehmens-Standorten und der schon immer vorhandenen hohen Technologisierung auf die Anforderungen der Kontaktbeschränkung sehr schnell und effizient reagieren. Dies galt sowohl beim Wechsel ins Homeoffice und zurück als auch in der nahtlosen Bearbeitung unserer Kundenprojekte. Diese räumliche Flexibilität in Kombination mit unserer agilen Projekt-Methodik und der engen Bindung an unsere Kunden und Partner ermöglichte ein überdurchschnittliches Ergebnis im ersten Halbjahr. Die Auftragsbücher sind bis ins Jahr 2022 gut gefüllt und die SWAN blickt optimistisch in die Zukunft.

6. „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“: Welche positive Message können Sie den SWAN-Mitarbeitern mit auf dem Weg geben?

André Nowinksi:

Ein wunderschön passender Vers von Hermann Hesse. Ich möchte die SWAN-Mitarbeiter weiter ermutigen, die sich eigen gemachte Beharrlichkeit, Dinge neu zu denken, sich auszuprobieren und weiterzuentwickeln, beizubehalten und auf die kommende Kollegengeneration zu übertragen. Ich bin überzeugt, dass damit Kreativität und persönliche Zufriedenheit entsteht. In diesem Sinne, bleibt alle gesund und auf Wiedersehen!

Vielen Dank für das Beantworten der Fragen. Alles Gute Ihnen beiden für Ihre neuen beruflichen Herausforderungen und für Sie persönlich.


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